Diskriminanzanalyse Weiter Zurück Schließen

Die Diskriminanzanalyse ist ein statistisches Verfahren der Abhängigkeitsanalyse zur optimalen Trennung (= Diskriminierung) mehrerer abhängiger Variablen und ihrer Erklärung durch unabhängige Variable.

In diesem Sinne dient die Diskriminanzanalyse als Verfahren zur Untersuchung der Abhängigkeit einer nominalen Variablen von zwei oder mehr metrischen Variablen. Dadurch ist es möglich, die Untersuchungsobjekte entsprechend den Ausprägungen einer nominalen Variablen zu Klassen zuzuordnen.

Beispiel:

Banken können können Kunden als kreditwürdig und nicht kreditwürdig einteilen. Wenn nun ein Kunde einen Kredit beantragt, versucht die Bank anhand von bestimmten Merkmalen (Höhe des Einkommens, Zahl der Kreditkarten, Beschäftigungsdauer bei der letzten Arbeitsstelle u. a.) auf die zukünftige Zahlungsfähigkeit und -willigkeit des Kunden zu schließen.

Die Analyse mit Hilfe der Erklärungsvariablen ermöglicht nicht nur Aussagen über die Zugehörigkeit von Objekten zu Gruppen bzw. Klassen, sondern erlaubt zugleich auch eine Präzisierung der Klassen selbst.

Die Trennung der Variablen erfolgt durch Erfassung einer Reihe von Merkmalen der Untersuchungsobjekte und durch Aufstellung der sog. Diskriminanzfunktion.

Mit Hilfe dieser Funktion kann die Gruppenzugehörigkeit der Objekte als Funktion der Erklärungsvariablen prognostiziert werden.

Bei Betrachtung von nur zwei Kategorien spricht man von einfacher Diskriminanzanalyse. Werden drei oder mehr Kategorien in die Untersuchung einbezogen, spricht man von multipler Diskriminanzanalyse.